Ich kenne das Gefühl, allein mit den eigenen Fragen zu sein. Niemand, der einem hilft zu verstehen, warum man so tickt wie man tickt. Dieses Fehlen hat mich geprägt — und ist der Grund, warum ich heute tue, was ich tue.
Besonders junge Menschen verlieren sich in der Hektik der heutigen Welt oft selbst — nicht weil ihre Eltern nicht da wären, sondern weil die Welt schneller geworden ist als das Aufwachsen. Mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten macht mir echte Freude. Gemeinsam mit Lehrpersonen und Eltern begleite ich sie dabei, sich selbst zu finden — in ihrem eigenen Tempo.
Ich habe einen geliebten Menschen zwei Mal sterbebegleitet und das hat mir etwas Unerwartetes gezeigt: Trauern ist keine Schwäche. Es ist eine der tiefgründigsten menschlichen Kompetenzen — eine, die wir als Gesellschaft viel zu selten kultivieren.
Auf den ersten Blick haben Performance Improvement, Coaching für Jugendliche und Trauerbegleitung wenig gemeinsam. Aber sie folgen alle drei derselben Überzeugung: Wer sich selbst kennt — seine Stärken, seine Bedürfnisse, seinen Umgang mit Verlust — kann Kompetenzen entwickeln, die ihm das Leben leichter machen.
Das gilt für den jungen Menschen, der sich in einer immer schnelleren Welt verloren fühlt. Und es gilt für den Menschen, der gelernt hat zu trauern — und dadurch gelernt hat, mit allen Verlusten seines Lebens umzugehen: im Privaten wie im Beruflichen. Denn Verluste entstehen nicht nur durch den Tod — sie entstehen überall dort, wo etwas Vertrautes wegfällt.
Auch jede Veränderung in einem Unternehmen bedeutet für manche Mitarbeiter einen Verlust — das Gewohnte, die Sicherheit, der bekannte Weg. Wer das als Führungskraft versteht und transparent macht, schafft die Grundlage für Veränderungen, die wirklich gelingen. Genau hier verbinden sich meine drei Dienste: nicht nebeneinander, sondern ineinander.
Derselbe Raum dahinter.
